„Weltklasse“ sagte Frank Schindler, Trainer des TV Wörth spontan nach dem 28:26 (12:13) – Erfolg seiner Truppe gegen den Tabellenzweiten HSG TSG/1.FC Kaiserslautern. „Das habe ich nicht für möglich gehalten, dass wir mit dieser dezimierten Mannschaft einen Sieg erringen können. Ein Riesen-Kompliment für ihren tollen Einsatz gegen den hohen Favoriten“, lobte Schindler. Er musste auf Jonas Lehnert, Maurice Schumacher, Pascal Hänle, Simon Zolk und David Lang verzichten, Marc Leukert konnte nur bei Strafwürfen eingewechselt werden.

Schon die ersten Minuten waren für die Wörther Zuschauer eine positive Überraschung. Die Einheimischen legten los wie die Feuerwehr und in der 7.Minute hieß es trotz zweier Pfostenschüsse  6:2, was schon zur ersten Auszeit durch den Lauterer Trainer Ivan Vukas und zu einem Torwartwechsel führte.

Nach dem 7:3 (9.Minute) durch Ben Berger wendete sich aber das Blatt, als die Gäste ihre Deckung von 5:1 auf 6:0 umstellten. Der eingewechselte Knut Huber hielt zwei Strafwürfe von Johannes Neumann, jeweils zwei Würfe des vorher zweimal erfolgreichen Philipp Wesper und von Nicolas Kazek. Dazu kamen jetzt technische Fehler und in der 18.Minute stand es auf einmal 7:8. Nach zwei weiteren Paraden gegen Julius Ritter schien auf Wörther Seite nichts mehr zu gehen.

 

Erst nach drei aufeinander folgenden Zeitstrafen für die Gäste  von insgesamt elf und zwei Fehlwürfen von Nils Bechtel (acht Treffer) kamen die Schindler-Schützlinge in der 24. (!) Minute durch vom eingewechselten Marc Leukert verwandelten Siebenmeter zum 8:8. Dann lagen sie bis kurz vor dem Pausenpfiff mit einem Tor wieder vorne, ehe die Gäste zum 12:12 und nach dem Pfiff durch einen Siebenmeter 13:12 führten.

Im zweiten Spielabschnitt glichen Berger und Darius Zolk in der 35.Minute zum 16:16 aus, ehe der jetzt groß aufspielende Wesper – einen Tag nach seinem Geburtstag – mit seinem fünften von acht Treffern das 17:16 erzielte. Diese Führung gaben die mit letztem Einsatz kämpfenden Wörther gegen die körperlich überlegenen Kaiserslauterer nicht mehr ab.

Beim Stande von 25:20 (Yannic Fuhrmann, zweimal Wesper und Berger) häuften sich die „Frust-Fouls“ der Gäste. Nach der dritten Zeitstrafe für eine weitere Undiszipliniertheit in der 57. Minute musste dann auch Bechtel vom Feld, als es 27:23 hieß. So gelang dem Tabellenzweiten lediglich noch eine Resultatsverbesserung. (jopa)

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