„Handballtechnisch läuft momentan natürlich nichts. Über die sozialen Medien bestehen Kontakte und da gibt es auch verschiedene Übungen für alle, die von einzelnen Spielerinnen vorgegeben wurden und wir halten so den Kontakt zueinander“, sagt Trainer Gerd Götz vom zukünftigen Handball-Oberligisten der Frauen TV Wörth.

„Wir haben bisher noch keine offizielle Info, wie es weiterläuft. Wir wissen nur, dass wir als Erster der Pfalzliga aufsteigen sollen“, erzählt Götz der Rheinpfalz. Er würde sich auch gerne Pfalzmeister nennen, da er überzeugt davon ist, dass die Mannschaft bei einem Fünf- Punkte-Vorsprung bei drei noch ausstehenden Spielen nicht mehr von der Spitze zu verdrängen gewesen wäre. „Manche Spielerin wäre vielleicht nur einmal in ihrer Karriere offiziell Pfalzmeister“, meint Götz.

Neuer Oberligist

 

 

Obwohl er die Pfalzliga nicht mehr kannte, als er zu Beginn der Saison die Mannschaft übernahm – er war zuvor in der Oberliga in Waldsee tätig -, war er nach den Trainingseinheiten und –spielen sicher, um die oberen Tabellenplätze mitzuspielen.“Ich wollte die Qualifikationsspiele zur Oberliga erreichen.“

Sein Team, das aus einigen erfahrenen, aber auch aus noch sehr jungen Spielerinnen besteht, bleibt zusammen. „Wenn wir wissen, wie die Oberliga aussieht und wie gespielt wird, werde ich noch verschiedene Spielerinnen ansprechen, ob sie nicht Lust hätten, beim TV Wörth mitzumischen“, meint der 52-jährige IT-Fachmann der für die Firma DXC im Home-Officefür alle IT-Angelegenheiten der Niederlassungen von Daimler zuständig ist.

„Selbstverständlich werden wir den Aufstieg in die Oberliga dieses Mal wahrnehmen, nachdem wir vor einigen Jahren wegen Spielerinnenmangels auf bestimmten Positionen verzichtet hatten“, sagt der sich im Vorruhestand befindliche 59-jährige Abteilungsleiter Handball Helmut Wesper. Das habe er der Mannschaft auch versprochen, dass dies nicht wieder der Fall sein werde.

Das sei zwar in der momentanen Corona-Zeit vor allem finanziell nicht ganz einfach. Aber er betonte, dass Trainer Gerd Götz als erster von sich aus auf sein Entgelt für März und April verzichtet habe. Das haben auch die anderen unter Vertrag stehenden Übungsleiter ebenso getan.

Die 27-jährige Spielführerin Anne Pfirrmann vermisst so langsam aber sicher ihre Mannschaftskameraden. „Da wir uns alle an die Vorgaben halten, hält sich aktuell jeder selbst fit mit Joggen und verschiedenen gezielten Übungen. Aber das gemeinsame Training, das Treffen mit dem Team fehlt. Es war der richtige Schritt, die Saison abzubrechen. Ich hoffe zwar, dass wir bald wieder trainieren können, aber das wird wohl sicher noch eine Weile dauern“, äußert die bei der „Criteria Personalberatung“ in der Nähe von Bruchsal beschäftigte Rückraumspielerin oder Kreisläuferin ihre Meinung. Sie hatte ihr Studium mit dem Master in BWL abgeschlossen und ist derzeit – coronabedingt – im Home-Office.

Sie hätte gerne – wie die gesamte Mannschaft – die Runde zu Ende gespielt, die Meisterschaft gefeiert und sich in der Qualifikation durchgesetzt. „Ich freue mich auf die Herausforderung Oberliga-Runde, was sicher nicht einfach wird. Aber unser Trainer wird uns – wenn es irgendwann wieder losgeht – schon gut vorbereiten.“ Dann trifft sie im Derby gegen denTSV Kandel auch auf ihre Schwester Kathrin, die seit dieser abgebrochenen Saison dort spielt– vielleicht ja auch schon vorher im noch ausstehenden Pokalspiel. (jopa)

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